Kinderschutz - gemeinsam Verantwortung übernehmen

Der Schutz der uns anvertrauten Kinder hat in der KiSS Pliezhausen höchste Priorität. Kinder sollen sich bei uns sicher fühlen, Freude an Bewegung erleben und sich frei entwickeln können. Deshalb haben wir in den vergangenen Jahren gemeinsam mit unserem Team ein umfassendes Kinderschutzkonzept entwickelt. Dabei wurden wir fachlich von Wirbelwind e.V., der Fachberatungsstelle gegen sexualisierte Gewalt, begleitet und unterstützt. 

Kinderschutz verstehen wir nicht als einzelnes Projekt, sondern als festen Bestandteil unserer täglichen Arbeit. Respekt, Wertschätzung, Transparenz und die Achtung persönlicher Grenzen prägen unser Handeln in allen Angeboten der Kindersportschule.

Unsere Kinderschutzbeauftragten:

Anja Hennecke

07127 9319511

kinderschutz@kiss-pliezhausen.de

Tanja Baudouin

07127 9319510

kinderschutz@kiss-pliezhausen.de

Warum ist Kinderschutz im Sport wichtig?

Sport schafft Nähe, Vertrauen und intensive gemeinsame Erlebnisse. Gleichzeitig entstehen Situationen, in denen Kinder besonderen Schutz benötigen, beispielsweise:

  • bei Hilfestellungen im Sport
  • in Umkleiden und Duschen
  • im Schwimmbad
  • bei Ausflügen und Veranstaltungen
  • in digitalen Kommunikationswegen
  • in Situationen, in denen Erwachsene Verantwortung für Kinder übernehmen 

Deshalb schaffen wir klare Regeln, transparente Abläufe und verbindliche Standards für alle Mitarbeitenden.


Unsere Grundsätze

Wir schützen Kinder durch Prävention

Prävention bedeutet für uns, Risiken frühzeitig zu erkennen und zu vermeiden. Dazu gehören:

  • klare Verhaltensregeln für alle Mitarbeitenden
  • regelmäßige Kinderschutzschulungen
  • die Vorlage eines erweiterten Führungszeugnisses
  • verbindliche Regelungen zu Nähe und Distanz
  • ein respektvoller und gewaltfreier Umgang
  • transparente Strukturen und Aufsichtsregelungen 

 

Wir stärken Kinder

Kinder haben das Recht,

  • respektvoll behandelt zu werden,
  • ihre Meinung zu äußern,
  • persönliche Grenzen zu setzen,
  • „Nein“ oder „Stopp“ zu sagen,
  • sich Hilfe zu holen, wenn sie sich unwohl fühlen.

Wir ermutigen Kinder, ihre Gefühle ernst zu nehmen und sich jederzeit an eine Vertrauensperson zu wenden.

Wir handeln transparent

Alle Mitarbeitenden der KiSS verpflichten sich zu einem verbindlichen Verhaltenskodex. Dieser regelt unter anderem:

  • wertschätzende Kommunikation
  • professionellen Umgang mit Nähe und Distanz
  • den Schutz der Intimsphäre
  • den verantwortungsvollen Einsatz digitaler Medien
  • das Vorgehen bei Verdachtsfällen 
So schützen wir Kinder im Alltag

Zu unseren Schutzmaßnahmen gehören unter anderem:

  • Kinder ziehen sich grundsätzlich selbstständig um.
  • Hilfestellungen werden erklärt, angekündigt und auf das notwendige Maß beschränkt.
  • Einzelbetreuungen werden transparent gestaltet.
  • Kinder bleiben nicht unbeaufsichtigt.
  • Das Fotografieren und Filmen während unserer Angebote ist zum Schutz der Kinder nicht erlaubt.
  • Auffälligkeiten und Grenzverletzungen werden ernst genommen und dokumentiert. 

Handlungsleitfaden

für Eltern

1. Beobachtungen ernst nehmen

  • Hören Sie Ihrem Kind aufmerksam zu.
  • Bleiben Sie ruhig und signalisieren Sie Vertrauen.
  • Drängen Sie Ihr Kind nicht zu Aussagen.

2. Vorfälle dokumentieren

  • Notieren Sie Beobachtungen oder Aussagen möglichst sachlich.
  • Halten Sie fest, wann und wo etwas passiert ist.

3. Kontakt aufnehmen

  • Wenden Sie sich an die Kursleitung, die KiSS-Leitung oder unsere Kinderschutzbeauftragten.

4. Professionelle Unterstützung nutzen

  • Bei Bedarf ziehen wir gemeinsam Fachberatungsstellen hinzu und leiten die notwendigen Schritte ein.

5. In akuten Gefahrensituationen

  • Wenden Sie sich sofort an die Polizei (110) oder das zuständige Jugendamt.
für Mitarbeitende

Wenn Mitarbeitende Anzeichen für eine mögliche Kindeswohlgefährdung wahrnehmen, folgen wir einem klaren und verbindlichen Verfahren:

1. Wahrnehmung einer Gefährdung 

Mitarbeitende nehmen mögliche Anzeichen für eine Kindeswohlgefährdung wahr (z. B. auffälliges Verhalten, Verletzungen, Aussagen des Kindes, Hinweise Dritter).


2. Dokumentation und Weitergabe an Leitung 

Die Beobachtungen werden sachlich dokumentiert und umgehend an die Leitung oder die benannte Kinderschutzbeauftragte Person weitergeleitet.


3. Erste fachliche Einschätzung durch die Leitung 

Die Leitung prüft die Hinweise vorläufig und entscheidet, ob es sich um gewichtige Anhaltspunkte im Sinne von § 8a handelt. Bei Unsicherheiten erfolgt eine Rücksprache mit einer insoweit erfahrenen Fachkraft (ISEF).


4. Hinzuziehen einer insoweit erfahrenen Fachkraft 

Eine externe oder interne Fachkraft wird zur Risikoabschätzung hinzugezogen. Dies ist verpflichtend und dient der Qualitätssicherung und Rechtssicherheit.


5. Klärung im Dialog mit den Sorgeberechtigten 

Sofern das Kindeswohl dadurch nicht weiter gefährdet wird, wird mit den Eltern oder Sorgeberechtigten das Gespräch gesucht, um die Situation zu klären und gemeinsam Schutzmaßnahmen zu entwickeln.


6. Entwicklung eines Schutzplans 

Es werden konkrete Hilfsangebote und Maßnahmen zur Abwendung der Gefährdung veranlasst (z. B. Unterstützung durch Familienhilfe, Beratung, intensivere Beobachtung).


7. Information an das Jugendamt 

Wenn keine ausreichenden Schutzmaßnahmen mit den Eltern möglich sind oder die Gefährdung weiterhin besteht, erfolgt eine verpflichtende Meldung an das zuständige Jugendamt.


8. Krisenintervention und Nachsorge / Fallkonferenz 

Bei akuten Verdachtsfällen oder bestätigten Kindeswohlgefährdungen werden umgehend Maßnahmen ergriffen, die dem unmittelbaren Schutz des Kindes dienen.

Gemeinsam für ein sicheres Umfeld

Kinderschutz gelingt nur gemeinsam. Deshalb setzen wir auf Offenheit, gegenseitiges Vertrauen und eine Kultur des Hinschauens. Jedes Kind hat das Recht auf Schutz, Respekt und eine sichere Umgebung, in der es sich frei entfalten kann.

 

Mit unserem Kinderschutzkonzept übernehmen wir Verantwortung und schaffen Strukturen, die Kinder stärken, Risiken minimieren und im Ernstfall klare Handlungswege aufzeigen.

„Kinder stark machen, Grenzen achten, Verantwortung übernehmen.“

Familienbüro Pliezhausen

07127-977128

01520 9111803

familienbuero@pliezhausen.de

Jugendamt Reutlingen (Allgemeiner Sozialdienst)

07121-480 4208

asd@kreis-reutlingen.de

Wirbelwind e.V.

07121-284 927
mail@wirbelwind-reutlingen.de

Bei akuter Gefahr:

Polizei: 110

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